Aktuelle Betrugsmaschen bei DHL
Bei DHL kursieren derzeit vor allem zwei Varianten:
Zollgebühr für eine internationale Sendung. Eine typische Mail behauptet, deine Sendung befinde sich im Logistikzentrum und könne erst nach Zahlung einer geringen Zollgebühr, oft zwischen 2 und 5 Euro, zugestellt werden. Ein Button führt zu einer Zahlungsseite, auf der Kreditkartendaten abgefragt werden. Auffällig ist dabei oft, dass keine konkreten Angaben zur eigentlichen Sendung gemacht werden und nur mit Kreditkarte gezahlt werden kann.
Fehlgeschlagene Zustellung. Hier wirst du aufgefordert, deine Adresse zu bestätigen, andernfalls werde das Paket zurückgeschickt. Auch das läuft über einen Link zu einer gefälschten Seite.
DHL selbst weist darauf hin, dass Zollgebühren nie einfach per Mail-Link eingefordert werden. Solche Zahlungen laufen entweder direkt an der Haustür, in der Filiale oder über das offizielle Kundenkonto.
Aktuelle Betrugsmaschen bei GLS
Auch bei GLS zeigt sich ein sehr ähnliches Muster, aktuell besonders häufig in dieser Form:
Zustelltermin bestätigen. Die Mail behauptet, ein Zustellversuch sei fehlgeschlagen, und fordert dich auf, einen neuen Termin zu wählen. Auf der verlinkten Seite wird zunächst ein kleiner Betrag verlangt, häufig um die 2 Euro, danach folgen Formulare, die nach Zustellort und schließlich nach Kreditkartendaten fragen. Das GLS-Design wird dabei sehr genau nachgebaut, Logo und Farben inklusive.
Ein wichtiger Hinweis von GLS selbst: Das Unternehmen fragt niemals per Mail nach Kartennummer oder Prüfziffer, und Nachnahmebeträge werden ausschließlich bar beim Zustellfahrer bezahlt, nie online über einen Link.
So liest sich eine typische Fake-Mail (nachgebaut, kein Originaltext):
Betreff: Zustellung Ihres Pakets ausstehend
Für Ihre Sendung konnte die Zustellung nicht abgeschlossen werden. Bitte wählen Sie einen neuen Zustelltermin, um die Lieferung fortzusetzen.
Status: Zustellung ausstehend Aktion erforderlich: Termin auswählen
[Neuen Termin wählen]
Klickt man den Button, folgt zunächst eine kleine Gebühr von wenigen Euro, dann ein Formular, das nach Zustellort und schließlich nach Kartendaten fragt. Genau an dieser Kette aus kleinem Betrag und anschließender Datenabfrage lässt sich die Masche erkennen.
Kurzcheck in drei Schritten
Bevor du auf eine Paketbenachrichtigung reagierst:
- Absenderadresse genau ansehen, nicht nur den angezeigten Namen.
- Nicht auf den Link in der Mail klicken. Stattdessen die Sendung direkt über die offizielle DHL- oder GLS-Website beziehungsweise App verfolgen.
- Bei jeder Zahlungsaufforderung stutzig werden. Weder DHL noch GLS fordern spontan per Mail-Link zu Zahlungen auf.